Die ältesten erhaltenen Glasfenster in der St. Leonhard Kirche stammen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, der Bauzeit der Kirche. [1] Die meisten dieser Fenster wurden von Heinrich Chropf, einem Bürger aus Judenburg, und seiner Gemahlin Kunigunde gestiftet. [2]
- Die Glasfenster zeigen unter anderem Szenen aus dem Leben des heiligen Leonhard und anderer Heiliger. [1, 3]
- Es wird vermutet, dass die Glasfenster in einer Judenburger Werkstatt entstanden sind, da Kärnten vermutlich über keine eigene Glaswerkstatt verfügte. [3]
- Die Judenburger Werkstätten belieferten viele andere Kirchen in der Region. [3]
Besonders hervorzuheben sind die Glasmalereien mit den Darstellungen von Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde, den Schutzpatronen der Stifter. [1, 4, 5]
- Diese Glasgemälde befanden sich ursprünglich im Chor der Kirche. [4, 6]
- Sie wurden in den 1930er Jahren verkauft und befinden sich heute im Metropolitan Museum of Art in New York. [7, 8]
Die Stiftung der Glasfenster durch Heinrich und Kunigunde Chropf zeugt von ihrer Frömmigkeit und ihrem Reichtum. Die Glasfenster waren nicht nur ein Schmuck für die Kirche, sondern dienten auch der Vermittlung religiöser Botschaften und der Erinnerung an die Stifter.

